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Die Zeit umfangreicher Umbauten
von 1939 bis 1960

1939

Heinrich Albrod wird fünfter Pfarrer, und erster Dechant in Buchholz
Am 19. März 1939 übernahm der bisherige Generalpräses des katholischen kaufmännischen Verbandes und ehemaliger Kaplan in Mönchengladbach, Heinrich Albrod aus Oberbarmen, die Pfarrei St. Judas Thaddäus. Der im Anfang 1946 zum Dechant des Dekanats Duisburg-Huckingen ernannte Pfarrer Heinrich Albrod, feierte am 12. März 1946 sein 25jähriges Priesterjubiläum. Unzählige Anekdoten gäbe es von seiner Amtszeit in Buchholz zu berichten. Einige sind in früheren Ausgaben der Akzente festgehalten und können dort nachgelesen werden. Am 30. August 1953, während eines Redebeitrags auf einer Vorstandssitzung des KKV in Essen wurde Dechant Heinrich Albrod vom Herrn heimgerufen. Er wurde nach einer Trauerfeier in unserer Kirche am 30. August 1953 auf dem Buchholzer Friedhof beigesetzt.

Zur Kirchenausstattung dieser Zeit gehörte eine aus Holz gefertigte Kanzel mit Baldachin und geschnitzten Figuren an der mittleren östlichen Säule im neuen Teil des Längsschiffes und eine holzgeschnitzte Kommunionbank zwischen den beiden Säulen am Beginn des Chorraumes. 

Heinrich Albrod

1942

Im Zweiten Weltkrieg wurde unsere Kirche mehrmals schwer beschädigt.

Die beiden 1924 angeschafften eisernen Glocken mussten im Januar und Februar 1942 wieder zu Kriegszwecken abgegeben werden.

Bei einem schweren Luftangriff in der Nacht vom 6. zum 7. September 1942 wurden die Kirche und das Pfarrhaus schwer beschädigt.

1944

In der Nacht vom 21. und 22. Mai 1944 erlebte Buchholz wieder einen der zahlreichen schweren Luftangriffe. Das Kirchendach wurde abgedeckt, aller Fenster aus dem Jahre 1909 wurden zertrümmert, auch das Pfarrhaus erlitt wieder schwere Schäden.

Mit Hilfe einiger Gemeindemitglieder war die Kirche Ende Juni 1944 so weit ausgebessert, dass wieder in ihr Gottesdienste gehalten werden konnten.

Bei einem erneuten Angriff am 18. Dezember 1944 wurde die mühsam geflickte Kirche erneut beschädigt. Die Kaplanei auf der Münchener Str. in der seit 1918 die Kapläne der Pfarrei wohnten, wurde komplett zerstört.

1945

Gottesdienste konnten wegen Artilleriebeschüssen durch die Amerikaner nur noch in der Sakristei gehalten werden. Als am 10. März 1945 ein Volltreffer die Kirche traf, musste sogar die Messfeier in den Keller verlegt werden. In den folgenden Tagen danach erhielten die Kirche und die Sakristei noch einmal schwere Artillerietreffer, bis endlich am 11. April 1945 Duisburg den Amerikanern übergeben wurde.

Ein Trümmerfeld von erschreckendem Ausmaß war das Erbe der zwölf Jahre Nationalsozialismus.  Die Kirche war unbenutzbar, der Gottesdienst wurde im Pfarrsaal gehalten. Dennoch war die Bevölkerung von einem schweren Druck befreit. An der Reparatur der Kirche wurde eifrig gearbeitet, sodass sie schon am 29. April 1945 wieder genutzt werden konnte.

1947

Erste Fenster, mit einfachen und schmucklosen Scheiben konnten erst 1947 wieder eingesetzt werden.

Dechant-Heinrich-Albrod-Trauerfeier

Aloys Theissen wird der letzte Pfarrer im gesamten Buchholzer Stadtteil

1953

Nach fast dreimonatiger Vakanz seit dem Tod von Dechant Albrod erhielt Buchholz in Pastor Aloys Theissen aus Viersen, zuletzt Pfarrer in Rommerskirchen, einen neuen Pfarrer von St. Judas Thaddäus. Am 29. November 1953 wurde er feierlich in sein neues Amt eingeführt. Ende 1953 trat Pfarrer Aloys Theissen auch die Nachfolge seines Vorgängers als Dechant im Dekanat Duisburg-Huckingen an. Fast acht Jahre nach seiner Einführung als Pfarrer und Dechant in Buchholz verstarb Dechant Aloys Theissen am 9. September 1961 mit 61 Jahren. Er wurde wie sein Vorgänger ebenfalls auf dem Buchholzer Friedhof bestattet.

Die Pläne der neuen Kirche entwarf der Diözesanbaumeister Renard. Er hatte eine große Kreuzkirche entworfen. Gebaut wurde aber lediglich beginnend vom damaligen und auch noch heutigen Haupteingang bis hinter dem dritten Säulenpaar, wo die damalige Südmauer den Abschluss bildete. Die hinter der Südwand noch angebaute Sakristei wurde im Zuge des zweiten Bauabschnitts ebenso wie die Südwand wieder abgerissen.

Theissen Aloys

1954

Zu Beginn der 50er Jahre, etwa 1952/1953 konnten die 1947 eingesetzten schmucklosen Scheiben im Chorraum durch neue Fenster mit schönen Bleiglasmustern ersetzt werden.
Von den Fenstern im Langhaus weiß man, dass sie 1954 eingesetzt und von Peter Fietz aus Essen entworfen wurden.

1957-1958

Bedeutsame Veränderungen wurden von Januar 1957 bis März 1958 vorgenommen. Eine umfassende Neugestaltung durch den Architekten Rudolf Schellscheidt aus Essen-Kettwig führte dahin, dass die neugotische Ausstattung weitgehend aus der Kirche entfernt wurde. Dazu gehörten unter anderem die Kanzel und „kleine Kanzel“ von ca. 1900, das prächtige Taufbecken aus Stein, die Kommunionbank, der Kreuzweg und wie schon bereits erwähnt der „Judas-Thaddäus-Altar“. Lichtverhältnisse wurden durch das Zumauern von zehn Fenstern entscheidend verändert.

Die Kirche erhielt eine neue „moderne“ Ausstattung. Im umgestalteten Chorraum wurden ein neuer Altartisch mit neuem Tabernakel und eine neue Kanzel aufgestellt. Dazu kamen neue Kommunion – und Kirchenbänke. In der westlichen Seitenkapelle kam ein neuer Taufstein, anstelle des „Judas-Thaddäus-Altars“, zur Aufstellung. An der Ostseite unter der Orgelbühne wurde ein auf die Wand gemalter Kreuzweg aufgebracht. Der gesamte Fußboden im inneren der Kirche wurde mit neuen Platten belegt.

Die Holzempore wurde durch eine neue Orgelbühne aus Beton ersetzt. Unter Verwendung der bisherigen Orgel entstand in der Orgelwerkstatt Ernst Seifert aus Bergisch Gladbach eine neue Orgel, die am 15. August 1958 eingeweiht wurde.

Taufstein

Neu in den Kirchenraum gelangte ferner die Madonnenfigur mit Kind an der Wand vor dem Eingang zur Sakristei. Diese Figur wurde von Dechant Aloys Theissen, dem damaligen Pfarrer von St. Judas Thaddäus, gestiftet

Die Kirchenrenovierung von 1957/1958 erbrachte weiterhin einen schmucklosen, weißen Innenanstrich. Das brachte eine turbulente Zeit mit sich. Die Anstreicher und Kirchenmaler begannen im November 1957. Ab dann musste der Gottesdienst Monate lang im Pfarrheim gehalten werden, nur sonntags wurde die Hl. Messe in der Kirche gehalten, wobei sich die Gemeindemitglieder dann zwischen den Gerüsten versammeln mussten.

Buchholz im Bistum Essen und Einweihung der Kirche

Seit dem 1. Januar 1958 gehören die katholischen Christen in Buchholz zum neugegründeten Bistum Essen, zuvor gehörten sie zum Erzbistum Köln.

Nach den umfangreichen Umbauten und Veränderungen wurde die bisher nur beneditzierte Pfarrkirche am 2. November 1958 von Essener Bischof Dr. Franz Hengsbach feierlich eingeweiht.

Mit Heilig Geist bekommt Buchholz eine zweite Pfarrei

Seit 1932 wünschten sich die Gemeindemitglieder östlich der Bahnlinie eine eigene Kirche. Aber erst 1957 wurde im dortigen Buchholzer Bezirk die Pfarre Heilig Geist gegründet.

Besuch Bischof Hengsbach